„Käse“kuchen mit Kirschen (vegan)

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So als Neu-Veganer muss man sich ja durch einige Dinge durchprobieren.
Ich habe nun so viel gekocht und gebacken, um zu sehen was mir schmeckt und was
nicht. Aber was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, war Tofu im Kuchen.

Das sollte sich nun ändern. Ich hatte ein Paket Seidentofu und keine Ahnung was ich damit anstellen sollte. Da sich nun auch das Haltbarkeitsdatum dem Ende neigte, musste also etwas damit geschehen. Also wagte ich den Versuch und habe einen „Käse“kuchen gebacken.
Was soll ich sagen, ich war enorm überrascht. Da war kein Tofugeschmack oder irgendetwas seltsames im Geschmack. Nein, es war ausgesprochen lecker. Seht selbst.

Zutaten: (für eine Springform ∅ 18 cm)

für den Boden:

60 g Pflanzenmargarine
60 g Zucker
135 g Mehl
15 g Kakao
30 ml Wasser

für die Füllung:

400 g Seidentofu
500 g Sojajoghurt
200 g Zucker
70 g Pflanzenmargarine
2 P. Vanillepudding
1 P. Vanillezucker

Sauerkirschen aus dem Glas

für die Ganache:

100 g Zartbitterschokolade
100 g Pflanzensahne

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Bereits am Vorabend den Tofu und den Joghurt jeweils in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb geben und über einer Schüssel abtropfen lassen.
Die Ganache kann auch schon zubereitet werden. Die Pflanzensahne aufkochen und zur klein gehackten Schokolade geben. Gründlich rühren bis die Schokolade vollständig aufgelöst ist. Abkühlen lassen, aber nicht in den Kühlschrank stellen, Zimmertemperatur reicht völlig aus.

Für den Boden die Margarine und Zucker schaumig rühren, das Mehl, den Kakao und das Wasser zugeben und zu einem Mürbeteig kneten. Diesen in eine leicht gefettete Springform geben, einen Rand hoch ziehen und kalt stellen.

Den abgetropften Tofu und Joghurt zusammen mit den anderen Zutaten für die Füllung verrühren und auf den Boden geben. Die Kirschen abtropfen lassen und etwa die Hälfte auf dem Kuchen verteilen. Etwas anstupsen, damit sie versinken.

Den Kuchen bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Der Kuchen ist dann noch etwas wabbelig. Das ist aber normal und nicht weiter schlimm. Ich habe ihn im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Tür abkühlen lassen. Zum Schluss noch die Ganache über den Kuchen geben und fest werden lassen.

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Die übrigen Kirschen mit dem Saft und ca. 1 EL Speisestärke und, je nach Geschmack, etwas Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Zum Servieren über den Kuchen geben oder seperat reichen.

Uns hat der Kuchen sehr gut geschmeckt. Meine Mutter hielt es für einen ganz normalen Käsekuchen. Ich glaube ich habe aber gar nicht erwähnt was die „geheime“ Zutat war :-)
Ich würde beim nächsten Mal eventuell nur ein Päckchen Pudding in die Füllung geben, so war es eben halt leicht puddingartig und etwas mächtig. Aber trotzdem lecker.

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Probiert es ruhig mal aus…

süße Grüße,
Eure Anja ☀︎♥︎

6 Gedanken zu „„Käse“kuchen mit Kirschen (vegan)

  1. ullatrulla

    Da ist man ein paar Tage nicht online und bekommt gar nicht mit, was sich in der Bloggerwelt so tut. Du hast begonnen dich vegan zu ernähren?! Spannend. Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, aber die letzte Konsequenz fehlte mir bisher. Dein Kuchen hört sich sehr interessant an. Tolle Idee mit dem Pudding.
    Liebe Grüße,
    Daniela

  2. Anja Artikelautor

    Und schau, du kannst einen Kommentar hinterlassen, ganz ohne Spam 😉
    Ja, das mache ich nun schon seit Juli und es geht mir gut damit. Ab und zu habe ich schwache Momente, besonders was das Käsethema angeht :-)
    Der Kuchen hat mich selbst überrascht. Ich konnte mir Tofu im Kuchen nie vorstellen.

    Liebe Grüße, Anja

  3. Wos zum Essn

    ich kenn die variante mit abgetropftem sojajoghurt und kann bestätigen, dass der käsekuchen super wird :) mit seidentofu muss ich auch mal probieren, meiner sackt nämlich manchmal etwas zusammen, vllt ists mit tofu stabiler… auf jeden fall sieht dein werk köstlich aus, da hätt ich gerne probiert ^_^
    und super, dass du das vegansein durchziehst, ich bin da viel zu inkonsequent :/
    liebe grüße, sabine =)

  4. Anja Artikelautor

    Danke für deine lieben Worte, Sabine :-)
    Ich finde beide Varianten ganz lecker. Hätte nicht gedacht, dass das mit Tofu auch gut schmeckt. Und recht stabil ist der Kuchen auch. Er war ziemlich gerade.
    Ich ziehe das vegansein zwar schon durch, aber wie ich bei „über mich“ schon schrieb, gibt es auch mal Ausnahmen. Unterwegs zum Beispiel, wenn der Hunger zu groß ist, aber es nix veganes, nur vegetarisch, gibt.
    Das ist dann, so meine ich, immernoch besser 😉

    Liebe Grüße, Anja

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