Johannisbeer-Joghurt-Kuchen im Glas

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Mein Mann und ich haben vor ein paar Wochen unseren 5. Hochzeitstag gefeiert. Quasi ein
kleines Jubiläum. Und ich hatte im Vorfeld schon etwas geplant für diesen Tag. Und wie das
so ist mit Plänen, sie klappen oftmals nicht. Aber lest selbst.

Da wir in München wohnen, bot es sich an in Richtung Berge zu fahren und da etwas
auszuspannen und uns zu feiern.
So bat ich also die Oma auf ihr Enkel aufzupassen, denn ab und an dürfen Mama und Papa auch mal für sich sein 😉 Habe ein Picknick zusammen gestellt und geplant wo wir denn genau
hinfahren. Soweit, sogut. Bis zu jenem Tag. Der Oma ging es nicht gut. Die andere Oma war
arbeiten und spontan einen anderen Aufpasser zu finden, an einem Sonntag, bei
allerherrlichstem Sommerwetter, war sehr unwahrscheinlich.
Also alles zusammen gepackt, inklusive Kind, und los ging die Fahrt.

Wir fuhren erst einmal zum Walchensee. Das kann ich jedem nur empfehlen. Wunderschön da, wenn man sich die Unmengen an Menschen wegdenkt. Als wir ankamen, sah man schon von weitem ein Meer aus Sonnenschirmen und wir wußten beide, nein, da legen wir uns nicht
mittenrein. Schließlich wollten wir unsere Ruhe und unser Picknick genießen. Also fuhren wir
einmal um den ganzen See und überall sah es gleich aus. Also fuhren wir weiter.
Next stop, Sylvensteinsee. Auch sehr empfehlenswert, kann man am dort sehr eindrucksvoll
sehen wo die Isar entspringt.
Nunja, selbes Bild. Es wurde ja auch immer später und alle Plätze umso voller. Wir sind dann
immer weiter gefahren und standen irgendwann in einem trockenen Isarflußbett. Momentan ist
der Wasserstand niedrig. Sah ein bißchen nach death valley aus, hat man auch nicht an jedem Hochzeitstag :-)

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Inmitten dieser Pampa fiel uns dann mal auf, dass weit und breit keine Tankstelle in Sicht war und wir quasi schon auf den letzten Tropfen gefahren sind. Wir sind dann wieder zurück in die nächstgelegene Ortschaft und sind gerade so an einer Tankstelle angekommen.

Und so fuhren wir weiter mehr oder weniger planlos durch die Gegend. Dann fiel noch die
Klimaanlage im Auto aus, Kind wurde immer quengeliger, ich immer genervter. Nächste
Tankstelle gesucht, Kühlwasser aufgefüllt und weiter gings. Am Ende sind wir am Tegernsee
gelandet. Da war weniger los, aber mir gefiel es da gar nicht. Es waren wohl schon zu viele
Leute im Wasser, so dass man nicht einmal im ganz flachen Wasser seine Füße gesehen hat.
Bäh.

Also haben wir ein bißchen vom Picknick gegessen, haben wieder zusammen gepackt und sind nach Hause gefahren.

So kann ich Euch nun einen Teil vom Picknick zeigen, fotografiert am heimischen Balkon.
Eigentlich wollte ich ja alles inmitten wunderschöner grüner Natur fotografieren, aber gut :-)

Also kommt hier ein super leckerer saftiger Kuchen, für den es sich doch gelohnt hat so lange zu warten.

Zutaten: (für 4 Gläser á 240 ml, für eine Gugelhupfform Zutaten verdoppeln)

3 Eier (für Gugelhupf 5)
80 g Butter
110 g Zucker
1 Prise Salz
115 g Mehl
20 g Mandeln, gemahlen
100 g Naturjoghurt
50 g Johannisbeeren (oder mehr nach Belieben)

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Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen und kalt stellen. Die Butter zerlassen und etwas
abkühlen lassen. Eigelb, Zucker und Salz cremig rühren. Das Mehl mit den Mandeln mischen
und unter die Eimasse ziehen. Nun die Butter und den Joghurt dazu geben, zuletzt den
Eischnee unterheben.

Den Teig in die 4 Gläser füllen und die Johannisbeeren vorsichtig untermischen.
Ich habe die Johannisbeeren nicht abgewogen, sondern einfach soviel ich wollte in den Teig
gegeben. Die 50 g erschienen mir irgendwie zu wenig 😉

Die Gläser müssen nicht gefettet werden, wenn Ihr einen Gugelhupf macht, dann die Form
einfetten.

Den Kuchen dann in den auf 180°C vorgeheizten Ofen stellen und ca. 30 Minuten backen. Ich
habe das nach Gefühl gemacht. Auf jeden Fall eine Stäbchenprobe machen.
Einen Gugelhupf ca. 50 Minuten backen.

Gleich nach dem Backen die Deckel auf die Gläser machen, so hält sich der Kuchen einige Zeit
und bleibt schön feucht und saftig.

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Wir haben den Abend dann am Balkon genossen. Und so schlimm war der Tag ja nun auch
nicht, nur nicht so wie geplant 😉
Und es kommen ja noch mehr Hochzeitstage und andere Anlässe. Habt Ihr auch schon solche Tage erlebt, an denen einfach nix so lief wie es sollte?

süße Grüße.
Eure Anja ☀︎♥︎